Schnelle Pyrolyse von pulverisierter Braunkohle in einem chemischen Stoßwellenrohr

Man kann sagen, daß das chemische Stoßwellenrohr so instru- mentiert wurde, daß Einzelpulse reproduzierbar und vorwähl- bar in Temperatur, Druck und Zeitdauer erzeugt werden können. Diese Eigenschaften waren erforderlich um die Pyrolyse in Abhängigkeit von der Testzeit und von der Temperatur mit dem Druck als Parametergröße durchführen zu können.

Die im allgemeinen nicht einfache Handhabung des chemischen StoBwellenrohres hinsichtlich der Einstellung des Ausganqs- zustandes um die gewünschten Pyrolysebedingunqen im Ereignis- bereich l5) gewährleisten zu können, wurde um ein Vielfaches vereinfacht, durch speziell für diese Arbeit durchqeführte Parameterstudien unter Anwendung eines Tischcomputersystems.

Das Gewährleisten einer, zum richtiqen Zeitpunkt den Ereig- nisbereich (5) abschlieBenden, Expansionswelle mit einer zu- gehörigen Abkühlgeschwindigkeit zwischen 10 K/s und 109 K/s, geschah mit einem Öffnunqsmechanismus, der bezogen auf die Reproduzierbarkeit zur Zeit optimal ist.

Die Analyse der gasförmigen flüchtigen Bestandteile zeigt, daß bisher beobachtete Tendenzen beim Übergang vom niedri- gen zum mittleren Aufheizgeschwindigkeitsbereich sich kon- tinuierlich in den hohen Aufheizgeschwindigkeitsbereich fortsetzen. Dies betrifft die Zunahme des CO/C02-Verhält- nisses, die Abnahme von Methan und das Erscheinen von Ace- tylen in nennenswerter Form bei hohen Aufheizraten.

Die bildanalytische Untersuchung der verbleibenden festen Rückstände unter Verwendung rasterelektronenmikroskopisch erzeugten Materials zeigt erstmalig die Änderung des Grades der Zerstörung bei zunehmender Aufenthaltszeit mit dem Druck als ParametergröBe.